„Ein gut Theil Eigenheit“ – Lebenswege früher Archäologinnen
Frauen wirkten seit dem späten 18. Jahrhundert als Altertumskundlerinnen und Archäologinnen. Lange vor ihrer Zulassung zu Universitäten, lange vor der Etablierung der Archäologie als akademisches Fach. Sie sammelten, gruben aus, zeichneten, fotografierten, katalogisierten, inventarisierten, schrieben wissenschaftliche Werke und entwickelten dabei neue Methoden. Sie schufen damit wichtige Grundlagen der Archäologie.
Viele dieser Frauen waren zu ihrer Zeit wegen ihrer Fachkenntnis und ihrer Beiträge zur Wissenschaft hoch geschätzt. Andere blieben im Schatten ihrer Ehemänner oder Vorgesetzten. Heute sind sie und ihre Pionierleistungen in der Öffentlichkeit kaum mehr bekannt. Die Ausstellung stellt die Lebenswege von ausgewählten Frauen vor.
Die Wanderausstellung entstand im Rahmen des BMBF-Forschungsprojektes AktArcha, kuratiert von Prof. Dr. Elsbeth Bösl und Prof. Dr. Doris Gutsmiedl-Schümann und angesiedelt an der Universität der Bundeswehr Neubiberg. In Wildeshausen wird sie ergänzt von der Posterausstellung „Die Vergangenheit aufdecken. Frühe Archäologinnen in Schleswig-Holstein“ von der Universität Kiel und der Biographie einer Pionierin der Forschung zu Großsteingräbern aus Niedersachsen.
© Jens Notroff, Berlin



