Küstengeschichte(n) – geliebt, gefürchtet, gestaltet
Wer an die Nordsee denkt, denkt an Ebbe und Flut, an Deich und Watt – und damit an die heutige Erscheinungsform der Küste. Doch die Deichlinie ist eine von Menschen geschaffene Grenze, die das Leben am Meer erst in den vergangenen Jahrhunderten prägte. Menschen lebten jedoch auch in früheren Zeiten an den Küsten und mussten sich immer wieder auf wechselnde Umweltbedingungen einstellen. Die Wanderausstellung „Küstengeschichte(n) – geliebt, gefürchtet, gestaltet“ stellt diese Menschen und ihre Geschichten in den Mittelpunkt. Aus archäologischen Funden, schriftlicher Überlieferung, künstlerischen Darstellungen und mündlich tradierten Erzählungen entsteht ein vielschichtiges Bild: Die Ausstellung hinterfragt populäre Vorstellungen vom „ständigen Kampf gegen das Meer“ und zeigt stattdessen, dass lange Phasen naturräumlicher Stabilität, vielfältige Anpassungsstrategien und die Nutzung der Küste als Ressource das Leben am Meer ebenso geprägt haben wie Sturmfluten, Deichbrüche und Landgewinnung.
Die Ausstellung entstand im Rahmen des interdisziplinären Projekts „Die Küste: Konfliktort zwischen Mensch und Natur? Geschichte und Gegenwart einer Landschaft zwischen Verklärung, Heroisierung und Schutz“ am Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, Stützpunkt Oldenburg und Landesmuseum Natur und Mensch, Oldenburg.


