Nomaden unserer Zeit
Eine Ausstellung der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein
Mit der eindrucksvollen Bildreportage spürt der Fotograf dem Alltag eines aussterbenden Berufes nach, der zu den ältesten der Welt zählt. „Die Wanderschäferei gehört zu den ältesten Berufen der Menschheit – und sie ist heute zugleich einer der am stärksten bedrohten. In meinen Fotografien möchte ich zeigen, wie unverzichtbar dieses Handwerk für den Erhalt unserer Moor- und Heidelandschaften ist. Die Schäferinnen und Schäfer leisten einen ökologischen Dienst, der oft übersehen wird. Ihre Arbeit ist hart und von großer Verantwortung geprägt. Diese Ausstellung soll dazu beitragen, ihre Bedeutung sichtbar zu machen – und die Fragilität einer Lebensweise, die unsere Landschaft seit Jahrtausenden prägt.“ So beschreibt der Fotograf Holger Rüdel seine Motivation für diese Ausstellung.
Entstanden ist eine in ihrem Umfang und ihrer Ausdruckskraft einzigartige Bildreportage. Wie wohl kein Chronist zuvor ist er bei „Nomaden unserer Zeit“ den Akteuren und ihren Herden bei ihrem Zug durch Moor und Heiden, durch Dörfer und entlang von Verkehrswegen so dicht und intensiv gefolgt. Mit ihren eindringlichen Fotografien und den erklärenden Texten erzählt die Ausstellung von den täglichen Herausforderungen im Leben dieser Nomaden unserer Zeit.
Schafhaltung ist aber auch ein Thema für die archäologische Denkmalpflege. Ergänzend zur Fotoausstellung werden im UZW die Spuren des alten „Volksfestes Schafswäsche“ im Naturpark Wildeshauser Geest vorgestellt. Eine Kooperation des Landesmuseums Natur & Mensch Oldenburg und des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege ermöglichte 2025 die Dokumentation und Vermessung einer neuzeitlichen Schafswaschanlage an der Aue. Solche Anlagen, die bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch in Betrieb waren, sind bisher nur selten als Bodendenkmal erfasst worden.
© Fotografien von Holger Rüdel (Selk) holger-ruedel.de



